Endspiel – Ulrike Theusner im Bunker

„Eros“ von Ulrike Theusner ab 16. November im Bunker-D. FOTO: HFR

Kiel. „Endspiel“ ist die Ausstellung von Ulrike Theusner überschrieben, die am 16. November um 18 Uhr im Bunker-D der Fachhochschule Kiel eröffnet wird.

Die Weimarer Künstlerin setzt sich in ihren Arbeiten mit gesellschaftlichen und dystopischen Themen auseinander. Auf der Einladungskarte zu sehen ist „Die Parade“, auf der eine uniforme, grelle, laut trommelnde Masse, dumpf und leer geradeaus marschiert und alles niederwalzt. „Jener Zustand“, sagt Theusner, „wenn Fanatismus und vorurteilsvolles, undifferenziertes Denken überhand nehmen.“ Die Tuschezeichnung stammt aus der Serie „The Gasping Society“, in der es um die gestörte Beziehungsaufnahme der Menschen untereinander und zu ihrer Umwelt geht.

In ihrer Kaltnadelserie „The tragic life of desperate Artbitches“ (2016) legt die Künstlerin den „verzweifelten Kunst-Schlampen“ eigene Erfahrungen aus dem Haifischbecken des Kunstmarktes in den Mund. Hier, so Theusner, kollidierten Ideal und Wirklichkeit und es trete „ein immer noch vorherrschender, testosterongeladener Chauvinismus“ zu Tage. Emanzipation sei kein Thema, stattdessen gelte: „I‘m not interested in your art, I just wanna eat your Pussy“.

Als Gegenentwurf dienen, zusammengefasst in einem anderen Ausstellungsraum, Malereien und Holzschnitte aus „The Promised Land“ und das Audiostück „Der Traum eines lächerlichen Menschen“ von Fjodor M. Dostojewksi, das zusammen mit der eigens für die Ausstellung entworfenen Installation „Biosphäre II“ gezeigt wird.

Die Ausstellung „Endspiel“ wird um 18 Uhr eröffnet und ist bis zum 13. Dezember während der regulären Öffnungszeit des Bunker-D mittwochs von 10 bis 20 Uhr zu sehen. Weitere Termine nach Vereinbarung unter: bunker-d@fh-kiel.de

Ab Donnerstag, 16. November, bis Mittwoch, 13. Dezember, Fachhochschule Kiel, Sokratesplatz 1, Kiel.