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Eine zweite Katze kommt ins Haus – So klappt’s

Foto: PIXABAY

Eines vorweg: Katzen lassen sich am besten vergesellschaften, wenn sie schon als Jungtiere zusammen aufwachsen. Solltet Ihr Euch erst später entscheiden, Eurer Katze einen Spielgefährten vorzustellen, dann findet Ihr hier ein paar Tipps, wie die Eingewöhnung gelingen kann.

1.) Lasst Euch Zeit!

Wer zwei Katzen einander vorstellen möchte, sollte Zeit einplanen. So ein Vorhaben braucht viel Geduld und funktioniert nicht von allein. Am besten nehmt Ihr Euch ein paar Tage Urlaub, um Eure Samtpfoten dabei zu begleiten. Denn eines müsst Ihr wissen: Eure Katze, die schon bei Euch lebt, hält Euer Zuhause für ihr Revier. Dort fühlt sie sich wohl und sicher. Ein Artgenosse, der dort eindringt, kann schnell zu Stress, Eifersucht und Aggressionen führen. Deshalb sollte die Eingewöhnung und die Kennenlernphase nicht zu schnell gehen.

2.) Ein Extraraum für den Beginn

Zu Beginn des Kennenlernens ist es wichtig, dass Eure neue Katze einen Extraraum bekommt. Dieser sollte mit Futter- und Trinknapf, eigenem Katzenklo, einem Schlafplatz und etwas Spielzeug eingerichtet sein. Es hilft auch, wenn Ihr von Euch getragene T-Shirts im Schlafbereich verteilt. So gewöhnt sich Euer neuer Liebling schon einmal an die Gerüche im Haus – und nimmt sie selbst auf, was ihn wiederum für Eure alte Katze vertraut macht.

3.) Kennenlernen Schritt für Schritt

Die neue Katze sollte sofort ins Gästezimmer einziehen und dort auch erst einmal ein bis zwei Tage bleiben. Zu Beginn sollten die beiden Stubentiger sich nur hören und riechen können. Funktioniert das, könnt Ihr in die Tür ein Babygitter spannen – dann können sich die beiden auch schon einmal beschnuppern und sehen. Ihr könnt die Futterplätze der beiden Katzen an die Tür verlegen, damit sie gemeinsam fressen. Klappt das, könnt Ihr die Reviere der beiden Katzen tauschen: Euer neuer Liebling darf die Wohnung erkunden, Euer alter Kater wird gern auf Entdeckungstour im Gästezimmer gehen, um die Gerüche des neuen Mitbewohners zu erschnüffeln.

4.) Ohne den Menschen wird es schwierig

Hat das Kennenlernen aus der Distanz ganz gut funktioniert, steht der erste direkte Kontakt an. Ihr solltet auf jeden Fall dabei sein. Von spontaner Freundschaft bis hin zu kleinen Attacken kann alles passieren. Ganz wichtig ist, dass Ihr dabei ruhig bleibt. Wirkt Ihr gestresst oder angespannt, überträgt sich das schnell auf die Katzen. Sollten die beiden fauchen und zu hart miteinander umgehen, lenkt Ihr sie am besten mit Spielzeug oder Geräuschen ab. Das erste Kennenlernen sollte nur ein paar Minuten dauern – Ihr werdet schnell merken, wenn es den beiden zu viel wird. Mehrmals am Tag könnt Ihr die beiden fortan zusammenlassen und sie dann aber auch immer wieder in ihre geschützten Rückzugsorte entlassen. Damit Eure ältere Katze nicht eifersüchtig wird, solltet Ihr auf jeden Fall viel mit ihr spielen und sie streicheln. Es kann auch helfen, wenn zu Beginn zwei Menschen mit dabei sind, damit jeder sich um eine Katze ausgiebig kümmern kann.

5.) Wer passt zu wem?

Grundsätzlich lässt sich nicht sagen, welche Katze sich als Partner für welche Katze eignet. Das hängt sehr vom Charakter der einzelnen Stubentiger ab. Manchmal funktioniert es auch nicht, dann muss ein neues Zuhause gefunden werden. Generell solltet Ihr aber nicht zu schnell aufgeben. Es hilft auf jeden Fall, wenn zwischen beiden Katzen kein allzu großer Altersunterschied besteht. Jüngere Katzen können ältere Artgenossen schnell überfordern.

 

Eine Katze zieht ein: Sorgt für Routine

Endlich ist es geschafft: Eure Katze ist wohlbehalten bei Euch angekommen und hat ihre neue Umgebung als Zuhause akzeptiert. Nun ist es wichtig, Routine in den Alltag mit Katze zu bringen. Samtpfoten lieben Rituale und fühlen sich sicher, wenn alles seinen gewohnten Gang geht. Deshalb solltet Ihr dem Tagesablauf Eurer Katze eine grobe Struktur geben. Füttert den Stubentiger beispielsweise zu fest vorgegebenen Zeiten oder legt die alltägliche Spielstunde immer in den Nachmittag. Auf diese Weise könnt Ihr dafür sorgen, dass sich Eure Katze so richtig wohlfühlt und die gemeinsame Zeit mit Euch und Eurer Familie voll und ganz genießt.