Eine neue Hochschule für Schleswig-Holstein

Wissenschaftsministerin Karin Prien (re.) überreicht die Urkunde für die staatliche Anerkennung an die Präsidentin der neuen dualen Hochschule, Prof. Dr. Christiane Ness.

Kiel. Die Berufsakademie der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein ist jetzt „Duale Hochschule Schleswig-Holstein“. Im Rahmen einer Feierstunde überreichte Wissenschaftsministerin Karin Prien vor wenigen Tagen die Urkunde für die staatliche Anerkennung an die Präsidentin der neuen dualen Hochschule, Prof. Dr. Christiane Ness. Der Begriff „Hochschule“ bezeichnet Universitäten und Fachhochschulen. Die neue Duale Hochschule Schleswig-Holstein hat jetzt den Status einer privaten Fachhochschule. Sie geht hervor aus der Berufsakademie, die seit mehr als 40 Jahren existiert und Standorte in Kiel, Lübeck und Flensburg betreibt. Wie schon die Berufsakademie wird auch die Duale Hochschule Schleswig-Holstein in Trägerschaft der Wirtschaftsakademie duale Studiengänge anbieten, die gleichzeitig die Möglichkeit bieten, parallel einen beruflichen Abschluss zu erwerben. Durch die offizielle Anerkennung als „Hochschule“ bekommen die Bachelorabschlüsse der DHSH aber einen akademischen Status, den die entsprechenden Abschlüsse der Berufsakademie vorher nicht hatten – das macht es Absolventen der neuen Dualen Hochschule unter anderem erheblich leichter, ihren Abschluss auch an ausländischen Hochschulen anerkennen zu lassen. Im Unterschied zu vorher können die Studierenden der DHSH auch BAFöG beantragen. Ab Herbst starten in allen drei Studienorten duale Studiengänge der Betriebswirtschaftslehre mit Abschluss zum Bachelor of Arts (B.A.) mit unterschiedlichen Branchenschwerpunkten sowie in Kiel und erstmalig auch in Lübeck duale Studiengänge der Wirtschaftsinformatik mit dem Abschluss Bachelor of Science (B.Sc.). Die Regelstudienzeit beträgt sechs Semester und wird mit einem praktischen Ausbildungsteil kombiniert, der mit einer Berufsabschlussprüfung vor der zuständigen Industrie- und Handelskammer abgeschlossen wird. Studien- und Praxisphasen wechseln sich ab. Mit der offiziellen Anerkennung als Hochschule ist auch die Verpflichtung zur Forschung verbunden. In der Berufsakademie gab es das bisher nicht. Wissenschaftliche Forschung ist Voraussetzung, um auch Masterstudiengänge anbieten zu können. Beides – die Etablierung von Forschung und später das Angebot von Masterstudiengängen hat sich die neue Duale Hochschule Schleswig-Holstein für die kommenden Jahre auf die To-Do-Liste geschrieben. kst www.dhsh.de