„Eine der schönsten Opern“

Sie werden die Opernpremiere an sechs Public-Viewing-Orte in Kiel und Umgebung bringen: Vertreter der Stadtteilbüros, Organisatoren und Kulturschaffende, hier vor der Bühne am Kieler Rathausplatz. FOTO: ELIASBERG

Gaarden. Am Sonnabend, 15. Juli, feiert die Sommeroper „Turandot“ auf dem Rathausplatz Premiere. Übertragen wird das Event an sechs Public-Viewing-Orte in Kiel und Umgebung. Der „Blücher“ ist als größter Public-Viewing-Ort mit dabei.

„Die Zuschauer erwartet eine der schönsten Opern, die je geschrieben wurden“, so beschreibt Generalintendant Daniel Karasek Puccinis „Turandot“, die am Sonnabend, 15. Juli, auf der Freiluftbühne am Rathausplatz Premiere feiert. Übertragen wird das Event an sechs Public-Viewing-Orte in Kiel und Umgebung. Neu hinzugekommen sind in diesem Jahr Friedrichsort und Preetz.

Der Blücher ist „so leise wie nie“

Der Blücherplatz bietet als größter der Public-Viewing-Plätze 1.500 Gästen Stühle, weitere 3.000 Menschen können sich auf den Freiflächen dazugesellen. „Der Blücher ist während der Oper so leise wie nie“, sagt Anja Petrich von der Interessengemeinschaft Blücher e.V., das sei „faszinierend“ und mache die besondere Atmosphäre aus.

40 Ehrenamtliche machen das Event am Blücher möglich und sorgen unter anderem für das gastronomische Angebot. Das metro Kino im Schloßhof beteiligt sich erstmals mit einem Kurzfilm-Vorprogramm ab 16 Uhr.

Heimelige Atmosphäre in Gaarden

Ist Gaarden der richtige Ort für eine Oper? Diese Frage stand vor der ersten Live-Übertragung auf den Vinetaplatz im Raum. Christoph Adloff vom Büro Soziale Stadt Gaarden beantwortet sie klar mit „Ja“. Der Platz biete eine heimelige Atmosphäre und eine schöne Akustik für dieses hochwertige Event, für das das Büro Soziale Stadt Gaarden den Zuschauerbereich sogar mit weißen Tischdecken ausgestattet habe. „Es hat sich gezeigt, dass das Angebot sehr gut und sensibel angenommen wurde. Es ist ein tolles Angebot für unseren Standort.“ In diesem Jahr sei erstmals ein Serviceclub, der Kiwanis Kiel e.V. dabei, der ein Gastronomisches Angebot stellt. „Der Erlös wird eins zu eins für wohltätige Zwecke gespendet.“

Die „Geburtsstätte“

Der Kieler Bootshafen sei „die Geburtsstätte“ der Live-Übertragung der Sommeroper, so Lena Wendt von Kiel Marketing. In diesem Jahr findet das Public Viewing nicht im Rahmen des Bootshafensommers, sondern von „Käse trifft Wein“ statt. Mit süddeutschen Weinen und norddeutschem Käse sei ein ebenso passender Rahmen gegeben.

Erstmals sei die Leinwand auf der gegenüberliegenden Seite des Bootshafens platziert. Mit 27 Quadratmetern sei auch die Projektionsfläche doppelt so groß wie in den vergangenen Jahren. Am Kieler Bootshafen haben insgesamt 3.000 Besucher die Möglichkeit, die Premiere von „Turandot“ beim Public Viewing live mitzuerleben.

Die Preetzer haben sich ins Zeug gelegt

Als der Preetzer Tourismusverein sein Interesse an einer Übertragung der Sommeroper bekundete, sei man überrascht gewesen, so Rainer Pasternak. „Die haben sofort losgelegt und Sponsoren gesucht“, berichtet der Kulturdezernent. Mit viel ehrenamtlichem Engagement hätten die Preetzer ihre Live-Übertragung ermöglicht. „Da steckt eine unglaubliche Menge bürgerschaftliches Engagement dahinter“.

Erstmals in Friedrichsort

Erstmals schwappt die Live-Übertragung der Sommeroper über den Kanal, und zwar nach Friedrichsort ans das Skagerrakufer. Es sei ein wenig versteckt, biete aber ein tolles Ambiente, sagt Evi Ahr vom Kulturladen Leuchtturm e.V. Die Übertragung sei natürlich nicht nur für die Friedrichsorter gedacht, sondern für den ganzen Kieler Norden mit Holtenau, Schilksee, Strande und den anderen umliegenden Stadtteilen. Die Organisatoren seien dankbar, dass das Kulturamt das Vorhaben finanziell ermöglich habe. Es sei eine „Wahnsinns-Herausforderung“ und: „Wir freuen uns gewaltig darauf!

Mettenhof will Kultur

Mettenhof ist als Standort der Live-Übertragung zum dritten Mal dabei. „Mettenhof kann Kultur“, so Melanie Begenat vom Stadtteilbüro Mettenhof, und vor allem wolle Mettenhof Kultur. Der Stadtteil biete einen besonders naturnahen Übertragungsort und die Erfahrung habe gezeigt, dass auch Kieler außerhalb der Stadtteilgrenzen zum Public Viewing kämen, deshalb „laden wir alle Kulturinteressierten ein.“ (Eli)