„Ein Wahrzeichen, das jeder kennt“ – Angelsportfreunde haben das Bootshaus saniert

Jugendwart Stefan Ettling (v.l.n.r.), Klaus Nakonzer und Lutz Lenschau haben mit rund 50 Helfern das traditionsreiche Bootshaus saniert. Nun wartet schon der neue Schwimmsteg auf seinen Einsatz. FOTO: HOP

Preetz. Wasserwanderern zwischen Lanker See und Kirchsee bietet sich seit vergangenen Herbst ein erfreuliches Bild: Das alte Bootshaus des Angelsportvereins Preetz erstrahlt frisch renoviert und markiert „auf neue Beine gestellt“ schon von weitem als wichtige Landmarke den Schwentinelauf zwischen beiden Seen.

In rund fünf Monaten haben die Petrijünger im vergangenen Jahr fast 2000 Arbeitsstunden an Eigenleistung in das gemeinsame Projekt gesteckt und das traditionsbehaftete, 65 Jahre alte, Bauwerk von Grund auf saniert. „Erst wurden Seitenwände, Fenster und Dach entfernt“, erinnert sich der erste Vorsitzende des Vereins Lutz Lenschau auf dem großen Einweihungsfest am vergangenen Wochenende, „mit Hydraulikstempeln haben wir den Dachstuhl angehoben, und einen der 18 Pfähle nach dem anderen aus dem Seegrund gezogen und durch neue Pfähle ersetzt.“ Mit Klaus Nakonzer als Maschinenbauingenieur hatte der Verein einen Fachmann, der wusste, wie eine derartige Renovierung durchzuführen ist. Mit einem Weidepfahlbohrer wurde vier Meter tief in den Seegrund gebohrt und die acht Meter langen und sechs Zentner schweren neuen Lerchenholzpfähle mit einer Ramme – Marke Eigenbau – anschließend in den Seegrund gerammt.

Die Anlage gehörte ursprünglich Fischer Schramm, das Gelände pachtet der Angelverein vom Kloster Preetz. Der Zahn der Zeit hinterließ unverkennbar seine Spuren, „die Pfähle waren zum Teil total durchgerottet und hingen nur noch am Dachstuhl“, erzählt Lutz Lenschau, „das Dach war eingesackt und die Fensterscheiben durch den mechanischen Druck geborsten. Es bestand einfach Lebensgefahr. Beim nächsten Sturm wäre uns das Bootshaus zusammengebrochen.“ Heutzutage wäre so ein Bau nicht mehr zulässig, doch das Bootshaus genießt Bestandschutz und so war für die Mitglieder des Vereins klar, es wieder im alten Glanz erstrahlen zu lassen. Das Dach zieren nun statt der alten Betondachpfannen schicke Trapezbleche.

Die Kosten belaufen sich auf rund 10.000 Euro, die der Angelverein überwiegend aus seinen Rücklagen zahlt. Die Bürgerstiftung der Stadt Preetz, die Förde Sparkasse, der Kreis Plön und das Kloster Preetz unterstützen die Angelfreunde ebenfalls.

„Wir wollen dieses schöne Bootshaus einfach erhalten“, erklärt Klaus Nakonzer, der bis Anfang März den Vereinsvorsitz innehatte, „es ist ja auch ein Wahrzeichen das jeder kennt, der hier schon einmal vorbeigepaddelt ist.“

Und die nächste Aktion steht schon an: Der alte Viehsteg von Fischer Schramm, von dem früher Rinder hinüber auf die Insel gebracht wurden und an dem heute die Ruderboote des Vereins liegen, wird durch einen Schwimmsteg ersetzt. (hop)