Ein „schmucker Bengel“ als Ersatz – Neues Stück der Plattdüütsch Krink Holtenau

Bild 1: hinten: Lothar Erl, Birgit Riege, Gerhard Hellwig, Bianca Promper vorne: Ilka Schadebrodt, Regina Irmisch, Gisela Böge (v.li.n.re.)

Kiel-Holtenau. Seit 1989 begeistert die plattdeutsche Schauspielgruppe „De Plattdüütsch Krink Holtenau“ jährlich ihr Publikum. In diesem Jahr feiert am Freitag, 2. März, die Komödie „Wat den een sien Uul“ im Vereinsheim vom TuS Holtenau Premiere und wird anschließend an fünf weiteren Terminen zu sehen sein.

Die Proben der Plattdüütsch Krink laufen überwiegend provisorisch in einem Kindergarten. Die „richtigen“ Stell- und Bühnenproben sind meist erst kurz vor der Premiere möglich. Ein Problem für die Truppe ist der fehlende Nachwuchs: „Bis zu einem gewissen Alter können wir die Schauspieler umschminken“, sagt Regisseurin und Darstellerin Gisela Böge. Jedoch müssten sie sich momentan eher auf „Rentnerstücke“ beschränken, fügt sie hinzu. Diese seien aber keineswegs altbacken, betont sie. Ständig sei man auf der Suche nach neuen Komödien. Und auch die Geschichte des diesjährigen Stücks, ursprünglich aus dem Englischen von Donald R. Wilde und ins Plattdeutsche übersetzt von Meike Meiners, klingt vielversprechend:

Auf der Überraschungsparty zu seinem 60. Geburtstag eröffnet Dr. Paul Burdick (Gerhard Hellwig) seinen Gästen und nebenbei auch seiner Ehefrau Petra (Regina Irmisch), dass er nach 33 Jahren Ehe ausbrechen und mit einer jüngeren Frau ein neues Leben beginnen will. Ein Glück, dass die geschockte Petra ihre guten Freundinnen Monika (Ilka Schadebrodt) und Vera (Gisela Böge) an ihrer Seite hat, die sie auffangen. Gemeinsam ermutigen sie die Mittfünfzigerin dazu, ihr Liebesglück nun selbst in die Hand zu nehmen. Und so dauert es auch nicht lange, bis der wesentlich jüngere Stefan (Lothar Erl) Petras Ärger vergessen lässt. Doch auch Lisa (Birgit Riege), die gemeinsame Tochter der Burdicks, sowie deren Putzhilfe Sabine (Bianca Promper) haben ein Auge auf den „schmucken Bengel“ geworfen… Die Midlife-Crisis-Komödie über verlogene Doppelmoral, Vorurteile und Eifersucht überzeugt mit vielschichtigen Charakteren und einer guten Portion Situationskomik. Man versuche eben, „so authentisch wie möglich“ zu sein, so der Speelbaas Peter Thomsen.kms

Premiere: Freitag 2. März, 19.30 Uhr. Weitere Termine: Sa und So, 3. und 4. März, 16.30 Uhr; Fr, 9. März, 19.30 Uhr; Sa und So, 10. und 11. März, 16.30 Uhr. Eintritt 8 Euro. Anmeldung erbeten unter Tel. 0431/373209 oder 04331/44310