Ein kleiner Apfelbaum gepflanzt im großen Lutherjahr

Apfelbaumpflanzer bei der Arbeit – Michel (9 Jahre), der diesjährige Hauptdarsteller des Lutherstücks, und Christoph Pfeiffer setzen den Golden Delicious in die Erde. FOTO: HMS

Preetz. Anfang November pflanzte Pastor Christoph Pfeiffer gemeinsam mit den Grundschülern einen Apfelbaum auf dem Gelände der Friedrich-Ebert-Schule – ganz in der Tradition Luthers.

Bekanntlich soll der Kirchenreformator ja mal gesagt haben: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute ein Apfelbäumchen pflanzen.“ Obwohl die Urheberschaft Luthers wissenschaftlich nicht belegt werden kann, steht der Spruch für viele Menschen doch als Sinnbild für Hoffnung und Mut in schweren Lebenssituationen. Zum Lutherjahr kann man daher sogar auf der Homepage der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern ein virtuelles Apfelbäumchen pflanzen.

Die ursprüngliche Idee zu der ganz realen Preetzer Baumpflanzung entstand bei dem Kindergottesdienst zum Erntedankfest. „Da haben wir dieses Jahr das Thema Apfel ausführlich behandelt“, so Christoph Pfeiffer. Bei den Proben zum Lutherstück, das die dritten und vierten Klassen der Friedrich-Ebert-Schule seit 20 Jahren beim Reformationsgottesdienst präsentieren, wurden die Kinder zudem Zeuge eines eher seltenen Naturschauspiels. Direkt neben der Schule schlug während eines Gewitters der Blitz ein. „Das hat die Kinder schwer beeindruckt“ erinnert sich der Pastor, „und das passte natürlich auch gut zu dem Lutherspruch, den wir alle kennen.“

Bei der Pflanzaktion war die ganze Schule anwesend. „Noch heute ist alles in Butter mit Martin Luther“, riefen die Kinder, während Christoph Pfeiffer das kleine Bäumchen in die vorbereitete Kuhle versenkte. Nun sind alle gespannt, ob sie vielleicht schon nächstes Jahr den ersten „Lutherapfel“ ernten können. hms