Ein Festival am kleinen Strand – So offen wie das Meer

Beim Festival am kleinen Strand am Skagerrakufer in Kiel präsentieren Marco Kock (v.li.), Christian Klengel, Bernhard Tiedemann und Stefan Simon am 26. August ein buntes musikalisches Programm. FOTO: SAH

Kiel. Mittlerweile hat es sich etabliert – das Festival am kleinen Strand findet in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal statt. Am Sonnabend, 26. August, können die Besucher am Skagerrakufer gleichzeitig Musik erleben und ihre Haltung gegen Rechtsextremismus zeigen. Die Veranstaltung trägt die Leitidee „No nation – just people! Solidarität ist die Alternative“. Das Festival wurde im Jahr 2012 ins Leben gerufen. Der Austragungsort ist dabei mit Bedacht gewählt: Das Skagerrakufer gilt als ehemaliger Treffpunkt der rechten Szene. Das Festival am kleinen Strand ist Teil des lokalen Aktionsplanes Kiel-Nord. Die Kosten der Veranstaltung werden zum größten Teil von der Stadt Kiel getragen. Der Veranstalter des Festivals ist Anstatt e.V., ein Verein zur Förderung von Jugend- und Mädchenkultur. Darüber hinaus tragen gemeinnützige Vereine dazu bei, das Festival den Zuschauern zu ermöglichen. Die Arbeit, die dabei anfällt, wird von vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern unterstützt. Einer von ihnen ist Marco „Kocky“ Kock: „Es macht unglaublich viel Spaß, auch wenn es sehr anstrengend ist“, sagt er. Die Künstler, die auf dem Festival auftreten, verzichten auf einen Großteil ihrer Gage. Für sie steht die Idee des Festivals im Vordergrund. Die Veranstalter rechnen in diesem Jahr mit rund 2500 Besuchern. Damit ist die Fläche am Skagerrakufer Ufer gut besucht. Der „typische“ Festival-Besucher ist nicht auszumachen. Das gilt sowohl für die Altersgruppe als auch den kulturellen Hintergrund der Zuschauer. Für ein abwechslungsreiches Programm sorgen die verschiedenen Bands, im Vordergrund für dieses Jahr steht tanzbare Musik. Jennifer Gegenläufer präsentiert dem Publikum politische Hip-Hop-Texte, das Berlin Boom Orchestra sorgt mit seinem Political-Dancehall-Reggae für tanzbare Sounds. Eine Mischung aus Reggae und Soundsystem zeigen Silly Walks Discotheque und auch von den Jungs von Soulfire Hi-Fi gibt diesen Stil zu hören. Weitere Künstler auf dem Festival sind Kielite und Maxxel, die den Zuschauern Hip-Hop vorführen. Offizieller Beginn ist ab 14 Uhr, aber auch schon am Vormittag ist für ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm gesorgt. Der Eintritt ist frei. sah