Ein Baumhaus wie kein anderes – Ingo Warnke realisiert individuelles Spielgerät im Kindergarten am Hufenweg

Bildhauer Ingo Warnke hat das neue Baumhaus für den Kindergarten gemeinsam mit den Kindern geplant. Foto: hms

Preetz. „Vergangenes Jahr mussten wir uns von unserem baufälligen Rutschenturm trennen und brauchten daher einen Ersatz“, erinnert sich die Leiterin des Kindergartens am Hufenweg, Katja Stender. „2500 Euro standen uns damals für eine Neuanschaffung zur Verfügung. Da war klar, dafür kriegen wir nichts Ordentliches. Also haben wir uns erst einmal aufs Sparen verlegt.“

Parallel dazu holte der Kindergarten Ingo Warnke ins Boot, der schon ähnliche Projekte in Kindergärten und auf Spielplätzen realisiert hatte. Zusammen mit den Kindern machte sich der Bildhauer an die Planung: „Die Kinder hatten so ihre Ideen und ich auch. Daraus haben wir dann ein Gesamtkonzept entwickelt.“ Ein Baumhaus sollte es sein, mit Rutsche, Flaschenzug mit Sandeimer und Sitzmöglichkeiten. „Das Spielgerät aus langlebigen Robinienholz ist individuell auf den Ahorn im Kindergarten zugeschnitten. Wir haben Krummholz verwendet. Das ist zwar aufwendig zu verarbeiten, weil jedes Stück einzeln eingepasst werden muss, wirkt dafür aber individuell und organisch“, erklärt Warnke. „Um die Wurzeln des Baums zu schonen, gibt es kein Fundament. Die notwendige Stabilität erhält das Spielgerät durch einen oberirdischen Ringbalken.“

Diese Individualität hat ihren Preis – insgesamt 13.500 Euro. Die angesparten 5000 Euro reichten also bei Weitem nicht aus. „Wir haben uns an unseren Förderverein gewandt. Die Eltern haben zwar erst mal geschluckt, als sie hörten, dass noch 8500 Euro fehlen, sich aber dann gleich ans Werk gemacht und den Betrag in Rekordzeit zusammengekriegt“, so Katja Stender. Neben Spenden aus der Elternschaft haben sich „Bild hilft – Ein Herz für Kinder“ und die Bingo-Umweltlotterie an der Realisierung des Projektes beteiligt. hms