Dreizehn Exoten auf einen Streich

Die wilde Dreizehn: Hochheims Bracco Italiano-Welpen sind putzmunter und „barfen“ um die Wette. Sie erhalten Frischfleisch gemischt mit Gemüse, Flocken und Zusätzen wie Fett, Calcium und anderem.

Lindhöft. Aufgeweckt und lautstark toben die Bracco Italiano Welpen durch den Garten. Es ist Fütterungszeit. Duval und seine zwölf Geschwister sind hungrig.

Seit ihrer Geburt am 23. April hat Beate Hochheim, Züchterin dieser in Deutschland eher unbekannten Hunderasse, keine wirklich ruhige Minute gehabt. Jetzt sind die Kleinen groß genug, ihr „Nest“ zu verlassen.

„Zehn Mädchen und drei Jungs sind es und alle haben ihren eigenen Charakter; Duval ist ein kleiner Rabauke, die zarte Dolores will gern schmusen“, schmunzelt die Hundezüchterin. Es ist der größte Wurf, den Beate und Claus Hochheim bisher aufgezogen haben. Das Ehepaar aus Noer, Ortsteil Lindhöft, ist beim Verband für das Deutsche Hundewesen, VDH, registriert. Ihr Zwinger führt den Namen „vom Duval“.

Seit 2014 züchten sie Bracco Italianos. „Wir waren sofort begeistert, es ist eine gesunde Rasse, Braccos sind sehr menschenbezogen, sie sind lernfähig und wollen beschäftigt werden“, so die Lindhöfterin. Sie schätzt, dass es in ganz Deutschland nur etwa 100 Tiere dieser Hunderasse gibt. Ihre wilden Dreizehn sind der vierte Lindhöfter Wurf. Drei Tiere sind bereits verkauft, drei reserviert. Wer Interesse hat, darf sich gern bei Beate Hochheim melden.

Mutter Assunta stammt aus dem ersten Wurf. So viele Welpen auf einmal konnte sie nicht versorgen, also „haben wir ihr immer sechs gegeben, gewechselt und mit der Spritze zugefüttert.“ So hätten alle die wichtige Muttermilch bekommen.

Seit der Entwöhnung gibt es Frischfleisch. Beate Hochheim ist von dieser als Barfen bekannten Art der Fütterung überzeugt, auch wenn ihre Tierärztin nicht so glücklich darüber gewesen sei. Viermal pro Tag erhielten die mittlerweile zehn Wochen alten Tiere Fleisch gemischt mit Gemüse, Gemüseflocken und den für die Entwicklung notwendigen Zusätzen wie Fett, Calcium und anderem. Alle Dreizehn sind topfit, gechippt und haben den VDH-Check bei der Wurfbesichtigung bestanden. Jetzt ist es langsam Zeit, dass „die Kinder“ ausziehen.

Beate Hochheim schaut sich die Käufer sehr genau an und hält zu allen langfristig Kontakt. Einmal hat sie einen Verkauf abgelehnt. Zwingerhaltung ist vertraglich ausgeschlossen und sie sichert sich ein Vorkaufsrecht, „falls doch mal was ist.“ Nutzen musste sie es noch nie.

Kinder und andere Tiere seien für die Braccos kein Problem, aber „es sind keine Hunde für nur einen schnellen Gang um den Block“. Sie brauchen physische Auslastung und eine „Nasen-Aufgabe“ wie zum Beispiel Mantrailing. Beate Hochheim selbst macht gerade einen Jagdschein. Sie will ihre Braccos jagdlich führen. (MS)

Beate Hochheim hat mit ihren Bracco-Italiano-Welpen jetzt immer alle Hände voll zu tun. Die 13 Racker kamen am 23. April in Lindhöft auf die Welt und halten die Züchterin und ihren Mann seitdem immer auf Trab.

Infos zur Bracco Italiano Zucht bei Beate und Claus Hochheim, Tel. 04346/7134 oder unter www.bracco-italiano-vom-duval.de