Die Unterstützung Hilfsbedürftiger

Kiel. „Lokal – sozial – vereint“, so lautet das Motto des Kieler Spendenparlaments.

Seit drei Jahren unterstützt der gemeinnützige Verein Kieler Initiativen und Projekte, die mildtätige Zwecke verfolgen und sozial benachteiligten Menschen helfen. Dabei entscheiden die Vereinsmitglieder selbst darüber, wo die Spenden landen. Wolfgang Lüth, ehrenamtlicher Unterstützer des Kieler Spendenparlaments, berichtete im Ortsbeirat Mitte über die Arbeit des Vereins.

„Unsere Mitglieder heißen Parlamentarier und kommen zweimal pro Jahr zu einer Parlamentssitzung zusammen. Dort werden die Förderanträge sozialer Projekte in Kiel vorgestellt und alle Parlamentarier stimmen am Ende darüber ab, welche davon finanziell unterstützt werden sollen“, erklärte Lüth. Dadurch wollen die Mitglieder dazu beitragen, die Lebensbedingungen hilfsbedürftiger Mitbürger in der Region zu verbessern und zwar gerecht verteilt und unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion oder Nationalität.

20.000 bis 25.000 Euro werden jeweils zweimal pro Jahr vom Spendenparlament an diverse Antragsteller verteilt. Damit wurden in der Vergangenheit unter anderem Projekte wie der „Kieler Wohlfühlmorgen für Wohnungslose und Bedürftige“, die Initiative „Kiel hilft Flüchtlingen“ oder das „Stadtteilnetzwerk nördliche Innenstadt“ gefördert. Bevor Anträge in der Parlementarier-Sitzung landen, wird laut Wolfgang Lüth von der Finanz-Kommission eine Vorauswahl getroffen. Förderungswürdig sind generell nur gemeinnützige Institutionen. So konnten in den vergangenen drei Jahren rund 70 Projekte in der Stadt Kiel und im Umland unterstützt werden..

Parlamentarier werden kann jeder, der bereit ist, eine Spende von mindestens 60 Euro pro Jahr zu tätigen. Damit erwirbt man dann auch das Recht, zur Parlamentssitzung zu kommen und über die zu fördernden Projekte abzustimmen. Im Moment hat der Verein etwa 100 solcher Mitglieder. Spenden kommen häufig aber auch von anderen Quellen auf das Vereinskonto, zum Beispiel wenn eine Erbschaft einem sozialen Zweck zu Gute kommen soll, die Erben aber unsicher sind, welche Einrichtung denn damit bedacht werden könnte. „Bei uns ist sicher, dass die Spenden eins zu eins in die Projekte fließen. Unsere Verwaltungsarbeit wird aus Extra-Spenden finanziert“, so Lüth.

Für die nächste Parlamentssitzung am Dienstag, 30. Mai, können Förderanträge noch bis Dienstag, 4. April, beim Kieler Spendenparlament eingereicht werden. Wie immer wird es bei der Parlamentssitzung dann auch wieder einen Rückblick auf bereits geförderte Projekte geben. „Es ist immer schön zu sehen, was wir in der Vergangenheit gemacht und bewegt haben und wie viel man auch mit wenig Geld schon erreichen kann“, freut sich Wolfgang Lüth. kae