Die Special Olympics kommen 2018 nach Kiel

Nach der Vertragsunterzeichnung für die Special Olympics 2018 in Kiel nahm sich Sportminister Stefan Studt (li.) Zeit, um die Bronzemedaille des Floorballspielers Rene Selent aus Norderstedt zu bewundern. FOTO: WIN

Kiel. Und es wird sie doch geben, olympische Spiele in Kiel: Kürzlich unterzeichneten Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer und Christiane Krajewski, Präsidentin von Special Olympics Deutschland (SOD), den Vertrag zur Ausrichtung der Special Olympics 2018. Rund 4000 Athleten mit und ohne geistige Behinderung werden sich vom 14. bis 18. Mai des kommenden Jahres dann in Kiel miteinander messen.

„Eine Woche lang werden Menschen mit geistiger Behinderung ganz im Fokus der Wahrnehmung stehen“, so Sven Albrecht, Bundesgeschäftsführer des SOD, während der Unterzeichnung „und zwar aufgrund ihrer herausragenden sportlichen Leistungen.“ In 18 überwiegend olympischen Disziplinen treten die Athletinnen und Athleten der Nationalen Sommerspiele für Menschen mit geistiger Behinderung an. Mit Trainern und Betreuern, freiwilligen Helfern, Familienangehörigen Fans und Gästen erwarten die Organisatoren rund 14000 Menschen.

„Kiel hat uns den roten Teppich ausgerollt“, sagte Krajewski im Rückblick auf die Reaktion der Stadt auf die Anfrage des SOD. „Wir haben uns in der Verwaltung zweimal tief in die Augen geschaut“, antwortete Kämpfer, „und dann war klar: Wir machen das.“ Schließlich biete Kiel alles, was es brauche, um eine sportliche Großveranstaltung durchzuführen. „Auch, wenn wir nicht die ganz großen Stadien zur Verfügung haben.“ Doch gerade dies gereiche Kiel zum Vorteil: „Wir sind keine Megacity, jedoch nichts desto trotz Landeshauptstadt – und werden regelmäßig unterschätzt.“

Die Special Olympics wurden 1968 in den USA gegründet sind heute mit mehr als fünf Millionen Athletinnen und Athleten in 170 Ländern vertreten. Sie ist die weltweit größte Sportbewegung für Menschen mit geistiger und mehrfachen Behinderung und offiziell vom Internationalen Olympischen Komitee anerkannt. Ihr olympischer Eid lautet: „Ich will gewinnen! Doch wenn ich nicht gewinnen kann, so will ich mutig mein Bestes geben.“ win

Weitere Informationen im Internet unter www.specialolympics.de