Die Küste sauberhalten – Über 1000 Freiwillige engagieren sich gegen die Verschmutzung der Meere

Der von den Schülern am Strand gesammelte Müll wird sorgfältig sortiert, gezählt und nach einem international einheitlichen Schema erfasst, bevor er der „Ocean Conservancy“ gemeldet wird. Foto: Kieler Forschungswerkstatt

Kiel. Der Costal Cleanup Day wurde vor mehr als 30 Jahren von der Umweltorganisation Ocean Conservancy ins Leben gerufen, um auf die zunehmende Vermüllung der Meere aufmerksam zu machen. Im vergangenen Jahr sammelten weltweit über eine halbe Million freiwillige Helfer aus mehr als 100 Ländern Müll an Ufern und Stränden von Flüssen, Seen und Meeren. Das Ozeanlabor der Kieler Forschungswerkstatt koordiniert am kommenden Freitag, 14. September, erneut den Coastal Cleanup Day für Schulen. Schulklassen aller Altersstufen sammeln dann wieder einen Vormittag lang Müll an 21 Abschnitten entlang der Kieler Förde. Von Stein bis Stohl befreien sie die Strände beispielsweise von Zigarettenkippen, Plastiktüten, Getränkeflaschen und Verpackungsmaterialien. Zusätzliche Unterstützung erhalten die Kinder und Jugendlichen von regionalen Unternehmen, Verbänden und Vereinen sowie den Helfern der Kieler Forschungswerkstatt.

Neben der Sammelaktion für Schulklassen entlang der Kieler Förde treffen sich Freiwillige an zahlreichen weiteren Standorten an der Ost- und Nordsee sowie an Binnengewässern wie dem Plöner See, dem Lanker See oder dem Einfelder See. Insgesamt erwartet die Kieler Forschungswerkstatt in ganz Schleswig-Holstein in diesem Jahr eine Rekordbeteiligung von mehr als 1000 Teilnehmenden. „Wir haben in diesem Jahr so viele Schulklassen, Gruppen und Einzelpersonen wie noch nie“, berichtet Henrike Bratz, Koordinatorin der Kieler Sammelaktion. Dies sei auch darauf zurückzuführen, dass die Plastikmüllproblematik derzeit eine große gesellschaftliche Präsenz habe und die Menschen sich zunehmend der damit verbundenen Gefahren bewusst werden. „Durch die Teilnahme am Coastal Cleanup Day setzen sich die Schüler aktiv mit dieser Problematik auseinander“, ergänzt die Leiterin des Schülerlabors, Dr. Katrin Knickmeier. „Gleichzeitig leisten sie selbst einen wichtigen Beitrag gegen die Verschmutzung der Meere und Ozeane.“

Bei der Sammelaktion für Schulklassen, die aus organisatorischen Gründen bereits am Freitag stattfindet, handelt es sich um eine geschlossene Veranstaltung. Das heißt, dass Privatpersonen sich dort nicht freiwillig beteiligen können. Wer sich am weltweiten Aktionstag zur Reinigung der Küsten am kommenden Sonnabend, 15. September, jedoch privat einer Gruppe anschließen möchte, kann dies an den folgenden Standorten tun:

• Der BUND trifft sich um 10 Uhr in Möltenort, Uferweg/Ecke Fritz-Lau-Straße am Kiosk am Strandaufgang

• Die Kanu-Vereinigung Kiel paddelt zum Skagerrakufer in Friedrichsort und beginnt dort gegen 12 Uhr mit ihrer Sammlung – Teilnehmende können von Land aus dazustoßen.

• Die Nabu-Gruppe-Kiel trifft sich um 10 Uhr in Stein/Laboe am Parkplatz, An der Au 2