Der Zustellerjob– Teil des morgendlichen Rituals

Doris Stangl (44) ist mit dem Zusteller-Job groß geworden und hat große Freude daran, die KN auszutragen. FOTOS: EA

Kiel. Täglich verrichten sie still und fast unbemerkt ihre Arbeit und sorgen dafür, dass die Leser mit den neuesten Nachrichten und Postsendungen versorgt werden – die Zusteller, ob in Vollzeit, als Springer oder als Aushilfe. Ein Blick hinter die Kulissen.

Doris Stangl arbeitet zwar erst seit knapp sechs Monaten als Zustellerin der Kieler Nachrichten, ist mit dem Job jedoch schon lange vertraut. Denn: Ihre Mutter hat den Job 15 Jahre lang gemacht. „Ich bin mehr oder weniger mit dem Zusteller-Job groß geworden. Ich habe meiner Mutter geholfen, im Dorf Zeitungen ausgetragen, es hat mir immer viel Spaß gemacht“, so die 44-Jährige. „Andere Leute joggen morgens zwei Stunden. Das brauchte ich nie, ich bin morgens eine Stunde Zeitung austragen gegangen“, fährt Doris Stangl fort, die als Nachteinspringer arbeitet. Nachteinspringer, das bedeutet, sie hat keine festen Reviere, in denen sie die Tageszeitung verteilt, hat jedoch die gleichen Arbeitszeiten wie die anderen KN-Zusteller: Ihr Arbeitstag beginnt bereits gegen 2 Uhr morgens, bis um 6 Uhr muss die KN zugestellt sein. Einige Abonnenten möchten ihre Zeitung bereits um 5 Uhr haben, auch das macht Doris Stangl möglich. Denn sie hat Freude an ihrem Job, den sie in Vollzeit ausübt.

Besonders an den klaren Tagen macht es ihr Freude, den Sonnenaufgang zu beobachten. Im Winter gibt es für sie natürlich auch Momente, in denen das Aufstehen nicht ganz so leicht fällt wie sonst, doch durch den Job ihrer Mutter ist sie in den Job hineingewachsen – und genießt die unabhängige Arbeit: Sie kann los fahren, wenn es ihr am besten passt, und mit dem Verteilen der KN beginnen. Für sie ist es schön, einen Teil zum Morgenritual des Lesers beizutragen: „Bei uns war es immer das Ritual: Aufstehen, die Kaffeemaschine anmachen, mit dem Hund rausgehen, die Zeitung auf den Tisch legen und lesen. Dass man jetzt so aktiv an diesem Ritual teilnehmen darf, das ist schon schön“, fährt Doris Stangl fort.

Die zweifache Mutter Jessica Schubert (27) trägt begeistert den Kieler Express aus.

Für Jessica Schubert, Mutter eines siebenjährigen und eines dreijährigen Kindes, steht beim Job der Zustellerin die Flexibilität im Vordergrund. Die 27-Jährige arbeitet erst seit Anfang des Jahres auf 450 Euro-Basis als Verteilerin für den Kieler Express, hat jedoch davor fast eineinhalb Jahre als Verteilerin für das bekannte Kieler Blatt gearbeitet. Zwischendurch war sie als Verkäuferin tätig, hat dann jedoch wieder ihren alten Job als Verteilerin für den Kieler Express aufgenommen. Auch wenn ihre Kinder bereits in den Kindergarten beziehungsweise die Schule gehen, schätzt Jessica Schubert, dass man dort einfach flexibler ist als im Verkauf. Nachmittags, jeweils mittwochs und sonnabends, trägt sie den Kieler Express aus und ist dabei auch „viel an der frischen Luft“. Sie arbeitet als Springerin in den Gebieten Mettenhof, Kronshagen und in Russee, immer da, wo gerade jemand gebraucht wird. „Bei den meisten Verteilern werden die Zeitungen nach Hause geliefert, das hängt von den Bezirken ab. Sobald die Exemplare des Kieler Express da sind, kann man beginnen, los gehen und mit der Verteilung beginnen.“ Dabei kommt sie auch immer viel mit den Bewohnern ins Gespräch und lernt neue Leute kennen. Langweilig wird es auf jeden Fall nie.

 

Wer ebenfalls daran interessiert ist, als Zusteller der Kieler Nachrichten oder des Kieler Express in Vollzeit, 450 Euro-Basis oder als Schüler- und Studentenjob, tätig zu sein, kann sich per E-Mail an info@marketing-zustellservice.de oder unter der Tel. 0431/9909241 bewerben.

(ea)