Der nasse Alltag der Seenotretter

Am Montag, 7. August, ab 18 Uhr, zeigt die DGzRS im Laboer Informationszentrum im Stationsgebäude einen Film über die Arbeit der Seenotretter. FOTO: HFR

Laboe. Die DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) informiert über die Arbeit der Seenotretter. Am Montag, 7. August, ab 18 Uhr, zeigt die DGzRS in ihrem Laboer Informationszentrum im Stationsgebäude einen Film über die Arbeit der Seenotretter. Nach dem kostenlosen Filmbeitrag kann der Seenotrettungskreuzer Berlin besichtigt werden. „Wir kommen nicht ungeschoren davon“ Ein Notfall auf See lässt das Meer zur tückischen Falle werden. So beschreibt Kapitän Karl-Ulrich Lampe sein haarsträubendes Erlebnis: „Die erste Welle nahm das Schiff sehr gut. Die zweite gerade so. Als er dann ins Wellental fuhr und Fahrt aufnahm und wir den nächsten Wellenberg vor uns sahen, war uns wohl klar, dass wir nicht ungeschoren durchkommen.“ Packende Schwerwetterfahrten, die Behandlung von Verletzten, spannungsgeladene Atmosphäre – ein ebenso vielfältiges wie stimmungsvolles Bild wird in dem Film der Seenotretter gezeichnet. Der Referent, Rolf G. Wannags, verspricht den Besuchern einen interessanten Abend und wird über die oft gefahrvolle Arbeit der Seenotretter berichten. Der Film zeigt die Arbeit und das Leben an Bord der Seenotkreuzer. Rettung vor dem „nassen Tod“ 680 Menschen sind im vergangenen Jahr von den Besatzungen der DGzRS bei mehr als 2.000 Einsatzfahrten in Nord- und Ostsee aus Seenot gerettet und aus drohenden Gefahrensituationen befreit worden. Seit Gründung der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger am 29. Mai 1865 sind über 84.000 Menschen vor dem „nassen Tod“ bewahrt worden. Insgesamt setzt die DGzRS 60 Rettungseinheiten ein, auf denen rund 800 freiwillige sowie 180 fest angestellte Besatzungsmitglieder rund um die Uhr und bei Wind und Wetter ihren Dienst auf 54 Stationen tun. Ein moderner Rettungsdienst, professionell geschultes Personal sowie eine wirkungsvolle und nach internationalen Forderungen ausgerichtete Organisation bieten die Gewähr, dass die dem Seenotrettungswerk zur Verfügung gestellten Spenden satzungsgerecht eingesetzt werden können. Weitere Informationen über die Arbeit der DGzRS sind im Informationszentrum Schleswig-Holstein in Laboe unter der Tel. 04343/42 42 644 erhältlich. ke