Das High-Speed-Netz kommt nach Schellhorn

Der Point of Presence (PoP) in Schellhorn steht. Mit dem Aufbau der Verteilerstation hinter der Grundschule beginnt der Glasfaserausbau in der Gemeinde.

Schellhorn. Gewicht: 12 Tonnen, Maße: drei mal zwei Meter: Mit schwerem Gerät wurde am Freitag die Verteilerstation für das Glasfasernetz auf dem Parkplatz am Schulkamp gesetzt.

„Das ist das größte Infrastrukturprojekt der nächsten Jahre“, sagte Bürgermeister Kai Johannsen erfreut über den Start des schnellen Internets in Schellhorn. Mit dabei sind die Ortsteile Scharstorf und Freudenholm. Für das abgelegene Sophienhof sei die Finanzierung nicht klar, der Ortsteil gehe in die Wirtschaftlichkeitsprüfung, so der Bürgermeister. So wie einige Anwohnerinnen und Anwohner ließ er sich das Schauspiel nicht entgehen. Uschi und Jürgen Schramkowsi freuten sich, dass es endlich losgeht: „Glasfaser ist die Technik der Zukunft. Wir bekommen einen Anschluss kostenlos bis zum Haus“, begründete Jürgen Schramkowski ihre Wahl und seine Frau ergänzte: „Zurzeit dauert alles so lange im Internet, mit Glasfaser wird es viel schneller gehen.“ Anwohner Jörgen Sandersen sei es wichtig, dass die Schellhorner flächendeckend Glasfaser erhielten, „und der Marktwert meiner Wohnimmobilie wird erhöht“, sagte er.

Insgesamt könnten 924 Kunden an dieser Verteilerstation angeschlossen und von hier aus mit dem Netz der Zukunft versorgt werden, erklärte Andreas Dankert, Projektleiter von Deutsche Glasfaser. „Im nächsten Schritt verlegen wir voraussichtlich im Mai die Leerrohre, in die dann später die Glasfaserkabel eingebracht werden. Bürgersteig morgens auf, abends zu. Zeitgleich legen wir die Hausanschlüsse. Im Herbst werden die Anschlüsse freigeschaltet.“ Auch die Schellhornerinnen und Schellhorner, die sich bislang noch nicht für einen Glasfaseranschluss entschieden haben, können sich – solange die Bautrupps unterwegs sind – das schnelle Netz noch sichern.

Bürgermeister Johannsen hatte auch noch einen guten Rat für die Bewohner der Nachbargemeinde Preetz: „Verträge unterschreiben!“ Die Preetzer haben nur noch bis zum 8. April Zeit, sich für das schnelle Netz zu entscheiden.