Bewusster Einkaufen in Kiel – Fibel für nachhaltigeren Konsum wurde veröffentlicht

Das Projektteam ist stolz auf die Veröffentlichung der kleinen Fibel für nachhaltigeren Konsum.

In der Fibel „Kostbares in Kiel“ wurden 70 Läden und Initiativen nach Umweltkriterein bewertet und übersichtlich aufgelistet.

Kiel. Wer nach Kiel kommt und sich für Nachhaltigkeit interessiert, hat es oft schwer, alle Läden und Initiativen vor Ort zu finden. Nun wurde eine Fibel für nachhaltigeren Konsum veröffentlicht, in der 70 Unternehmen – gebündelt nach ihrem Umweltbewusstsein –bewertet wurden.

„Die Idee zu der Fibel entstand bei einer Stadtführung zum Thema nachhaltigerer Konsum, die der Muddi Markt Verein in der Kieler Woche 2015 durchführte“, so Volker Harbeck, Vorstandsmitglied beim Muddi Markt. Damals entwickelte er eine Fußgänger-Tour durch die Kieler Innenstadt und zeigte den Teilnehmern, welche Läden auf nachhaltige Ressourcen, faire Arbeitsbedingungen und Wiederverwertung von Gebrauchtem setzen.

Nun präsentierte er zusammen mit seinem neunköpfigen Projektteam in diesem Monat im Fahrradkinokombinat in der Alten Mu die frisch gedruckte Nachhaltigkeitsfibel „Kostbares in Kiel“.

Drei Jahre lang arbeitete Harbeck mit Claudia Bednarz, Janina Delfs, Sinje Grenzdörffer, Katharina Mäuerer, Henriette Scholz, Julian Sonntag und Anastasia Vasuillina an der Ausarbeitung der Fibel. „Es war besonders schwer, eine Skala zu finden, die die Nachhaltigkeit objektiv abbildet“, so Claudia Bednarz. Oft wurden die Fragebögen an die Ladeninhaber verändert und wieder neu gedacht. Unterteilt in die Kategorien Cafés und Restaurants, Einkaufen, Kleidung und Textilien, Kosmetik und Sonstiges finden Leser der Fibel nun insgesamt 70 Geschäfte mit einer Nachhaltigkeitsbewertung. Darunter sind Kriterien wie Verpackungsfreiheit, Biologische Erzeugung und Regionalität. Die kleine handliche Fibel, die in jede Handtasche passt, wurde von Pia Noorden gestaltet und enthält Illustrationen von Laura Stange.

Es wurden alle Unternehmen gleichwertig behandelt, keines hat bei der Finanzierung des Heftes mitgewirkt, betont Harbeck. Der Druck der Fibel in einer Auflage von 25.000 Heften war am Ende nur durch eine Förderung durch die Bingo Umwelt-Lotterie und dem Klimaschutzfond der Stadt Kiel möglich, so Harbeck bei der Release-Veranstaltung, die durch die müllfreie, vegane und nachhaltige Eventplanerin Andrea Rausch begleitet wurde. Im Moment liegt die Fibel in Geschäften aus, die auch Erwähnung im Heft finden. Geplant ist aber auch eine Verteilung an Fähranlegern, in der Touristeninformation, im Bürgerbüro und an den Hochschulen und der Universität. Auch online ist eine Übersicht geplant: Das Projekt Fairnetz, das Teil der Fibel-Projektgruppe war, hat zum Ziel, nachhaltige Projekte und Unternehmen in Kiel zu vernetzen und wird auf seiner Webseite unter www.fairnetz-kiel.de die gedruckten Inhalte in der nächsten Zeit übernehmen. „Wir planen noch weitere Projekte zum nachhaltigen Lebensstil“, verrät Harbeck. Zum Beispiel sei gerade ein Klimacafé für den Stadtteil Südfriedhof in Planung. saa

Wer Fragen zu dem Projekt hat oder es unterstützen möchte, kann sich unter kleinefibel@muddimarkt.org an die Macher wenden.