Außergewöhnliche Klänge

Julian Mallek hat ein Programm mit außergewöhnlicher Musik und sehr jungen Musikern zusammengestellt. Foto: Kirsten Böttcher

Preetz. Es ist wieder Orgelherbst in der Preetzer Stadtkirche, Kirchplatz 8. Und es lockt „ein ganz besonderes Programm mit außergewöhnlicher Musik“, sagt Kantor Julian Mallek, der die Veranstaltungsreihe organisiert. Eingeladen hat er diesmal sehr junge Künstler. Den Auftakt macht am kommenden Freitag, 31. August, Anne Michael, die neue Kirchenmusikerin am Meldorfer Dom, die sich mit zeitgenössischer und elektronischer Musik beschäftigt.

Am Sonntag, 9. September, präsentiert Lars Schwarze ab 18 Uhr Werke von Bach, Buxtehude, Sweelinck und Medek, dessen „Gebrochene Flügel“ dem Konzert in der Stadtkirche seinen Namen geben. Schwarze ist Preisträger mehrerer Orgelwettbewerbe und studiert noch in Lübeck. „Schwarze lässt die Orgel in unerhörten Klangfarben erscheinen, bedient sich dabei der Mittel des Instruments durch halbgezogene Register und das Ein- und Ausschalten des Orgelmotors“, so Mallek. Dadurch ändere sich der Winddruck und damit der Klang der Orgelpfeifen. Das dritte Konzert am Sonntag, 16. September, kommt ab 18 Uhr mit Musik für Gesang und Orgel. Die Sopranistin Janneke Smidt und ihr Vater Ulfert Smidt, renommierter Organist der Marktkirche Hannover, musizieren Werke des Barock und der Romantik mit berühmten Arien von Händel, Bach, Mozart, Faure. Die Biblischen Lieder von Antonin Dvorak sind dabei, außerdem Orgel-Solowerke von Bruhns und Bach. Mallek: „Einige Stücke wird Smidt an der Truhenorgel spielen, sodass das Publikum die Künstler nicht nur hören, sondern auch sehen kann.“ Das Abschlusskonzert am Sonntag, 23. September, bestreitet ab 18 Uhr Julian Mallek selbst. Anlässlich der Schnapszahl, dem 333. Geburtstag von Johann Sebastian Bach, bringt er ein klassisches Programm, in dem der große Komponist im Mittelpunkt steht. Aber auch Werke von Buxtehude und de Grigny, die Bach inspirierten, und von Künstlern, die er inspirierte.

„Es ist ein Programm für alle, die Neugier mitbringen, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich“, so Mallek, „und damit alle die Konzerte besuchen können, ist der Eintritt frei. Um Spenden wird gebeten.“ Unterstützt wird der Orgelherbst vom Kreis der Musikfreunde. kib