Auf den Spuren von Franz Marc

Nicole (10 Jahre), Finja (10 Jahre) und Julina (10 Jahre, v.l.) von der Preetzer Hermann-Ehlers-Schule haben ihre Lieblingstiere gestaltet. Bei der Farbgebung haben sie ganz im Sinne von Franz Marc ihre eigenen Stimmungen ausgedrückt. FOTOS: HMS

Preetz. In den vergangenen Wochen haben sich die Schülerinnen und Schüler der Hermann-Ehlers-Schule im Unterricht mit dem expressionistischen Maler beschäftigt. Was dabei herausgekommen ist, konnten die Eltern am Freitag auf der ersten Vernissage der Schule bewundern.

„Ich halte Kunstunterricht in der Grundschule für immens wichtig, weil er den Kindern Möglichkeiten eröffnet, sich auf anderen Wegen auszudrücken“, erklärt die Lehrerin Karin Helgenberger.

Die Idee zur Gestaltung einer Ausstellung kam ihr schon zu Beginn des Schuljahres, als sie den Maler Franz Marc in ihren drei Kunstklassen behandelte. Spontan entschlossen sich verschiedene Kollegen mitzumachen.

In der Ausstellung präsentieren insgesamt sieben Klassen ihre Arbeiten. „Die Kinder haben für die Farben und Formen des Malers, der häufig Tiere abgebildet hat, ein gutes Gespür entwickelt, darüber hinaus aber in ihren Bildern ihre eigenen Ideen und Fantasien sowie ihre persönlichen Aussagen untergebracht“, beschreibt Karin Helgenberger die Werke.

„Das Huhn der Wut“ von Emil (10 Jahre) sieht trotz des „aggressiven“ Rots eigentlich noch ganz friedlich aus.

Neben Gemälden in verschiedenen Techniken sind auch bunte Tierskulpturen entstanden. Die Herstellung der „Kleistertiere“ seien auch technisch eine Herausforderung gewesen, so die Lehrerin: „Die Luftballons schrumpften schneller, als wir es schafften, eine stabile Hülle zu formen. Zur Rettung der Bäuche von Pferden, Kaninchen und Katzen war dann auch schon mal Teamwork gefragt.“

 

Im Anschluss an die Eröffnung konnten sich interessierte Eltern von den Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse durch die Ausstellung führen lassen. Dabei wurde deutlich, wie intensiv sich die Kinder mit der Thematik auseinandergesetzt hatten.

„Franz Marc hat anders als viele Maler gemalt, er hat mit seinen Farben Gefühle ausgedrückt. Wenn man die Tiere ganz normal malt, kann man eigentlich auch ein Foto machen“, brachte Julina (10 Jahre) die besondere Arbeitsweise des Künstlers auf den Punkt.

Die Werke der Kinder werden bis zum Ende des Schuljahres in den Fluren und in der Pausenhalle zu bewundern sein. Das Sommerfest am Sonnabend, 8. Juli, bietet eine Gelegenheit, die Ausstellung noch einmal zu besuchen. Nach dem traditionellen Umzug mit Musikbegleitung ab 14 Uhr erwartet die Besucher in der Schule ab 14.30 Uhr ein buntes Programm. (

hms)