Auf dem Weg zur essbaren Stadt – Alte Mu lädt am 21. April zum gemeinsamen Stadtgärtnern ein

Insektenhotels und Beete an jeder Ecke: Hannes Popken (links) und Daniel Müller wollen am Aktionstag „Essbare Stadt Kiel“ zeigen, dass Gärtnern in der Stadt Spaß macht und sinnvoll ist.

Kiel. Einen Tag im Zeichen des Stadtgärtnerns bietet das Alte Mu Impuls-Werk am Sonnabend, 21. April, mit der Veranstaltung „Essbare Stadt Kiel“. Workshops, Fachvorträge und ein familienfreundliches Rahmenprogramm laden zum gemeinsamen Gärtnern in der Stadt ein.

Das Gelände der Alten Mu ist ganz im Zeichen eines grünen Dorfes mitten in der Stadt gestaltet. Insektenhotels, Hochbeete, Kräuterspiralen und Hügelbeete, wohin man auch sieht. Hier wird Stadtgärtnern wirklich gelebt. Bei dem Aktionstag „Essbare Stadt Kiel“ können alle Bürger sich selbst einmal „die Hände dreckig machen“, so Hannes Popken von Rankwerk. Zusammen mit den Permakulturisten Daniel Müller und Johannes Glöckner entwickelte er das Konzept für die „Essbare Stadt“. Nun wird es mithilfe von einem großen Helferteam in die Tat umgesetzt. „Auf der Grünfläche vor dem Eingang bis hin zur Brunswiker Straße soll ein Nachbarschaftsgarten entstehen“, erklärt Daniel Müller. Um die Menschen für das Thema Gärtnern zu sensibilisieren, wurde ein breites Workshop-Programm auf die Beine gestellt. Auf dem Plan stehen Themen wie Pilzzucht, der Bau von Insektenhotels und Hochbeeten, Terra Preta und das Anlegen eines Schmetterlingsgartens. Die Teilnahme an den Workshops ist gegen Gebühr möglich. Anmeldungen sind bis zum 16. April per E-Mail unter permakultur@altemu.de oder unter Tel. 0157/88753825 möglich.

An der Alten Mu wird Permakultur gelebt: Daniel Müller (v.re.), Hannes Popken und die Permakulturgruppe möchten ihre Freude am Stadtgärtnern mit den Besuchern am Aktionstag „Essbare Stadt Kiel“ teilen.

Ergänzend zum Workshop-Programm gibt es den ganzen Tag über kostenfreie Vorträge im Fahrradkinokombinat. Themen sind hier unter anderem pestizidfreie Städte und samenfestes Saatgut. „An dem Tag kann man aktiv mitmachen, sich informieren oder sich einfach treiben lassen“, so Popken. In der ganzen Alten Mu wird es Aktionen für Groß und Klein geben. Es werden Samenbomben, DIY-Blumen und Anzuchttöpfe gebastelt, Kieler Honig verkostet und eine Torte in Form der Alten Mu gebacken. Die Alte Mensa, Røstprinzessin und der Rollladen bieten Getränke und Essen an.

Um 19 Uhr wird der Film „Wild Plants“ im Fahrradkinokombinat gezeigt. Danach klingt der Abend ab 22 Uhr mit einer Party unter dem Titel „Kresse und Bässe“ aus.

Sonnabend, 21. April, Alte Mu Impuls-Werk, Lorentzendamm 6-8, Kiel. Eintritt gegen Spende, Workshops gegen Gebühr. Das komplette Programm gibt es auf www.essbarestadt-kiel.de

saa