Atze Schröder gibt wieder Gas

Atze Schröder, kommt mit seinem neuen Programm „Turbo“ am 2. März nach Kiel in die Sparkassen-Arena. FOTO: MARIE-KRISTIN KIELHORN

Kiel. Atze Schröder, der Mann mit dem Lockenkopf und der Porno-Brille geht mit seinem neuen Programm „Turbo“ in den nächsten Monaten auf große Tour durch ganz Deutschland. Am 2. März ist sein Ziel die Sparkassen-Arena in Kiel. Im Interview erzählt er, was sich die Zuschauer unter „Turbo“ überhaupt vorstellen müssen und gibt Einblicke in das wirklich wahre Atze-Leben.

Deine letzte Tour „Fremdgehen“ war ja die bisher erfolgreichste. Wie siehst du der Turbo-Tour entgegen?

Die letzte Tour war die erfolgreichste, aber jetzt kommt die beste. Ich hatte für „Turbo“ viel mehr Anlauf, um alles zu planen und vorzubereiten. In meinem neuen Programm steckt viel Arbeit und Herzblut. Ich habe versucht, den Zeitgeist zu treffen und dabei ist ein – meiner Meinung nach – sehr, sehr gutes Programm zustande gekommen.

Was können sich die Zuschauer unter dem neuen Titel „Turbo“ vorstellen?

Turbo, das ist ein Wort, das die ganze Atze-Welt komprimiert. In den letzten Jahren ist alles so schnell geworden: Es gibt das Turbo-Abi, Turbo-Sex, und jeder steht eigentlich permanent unter Dauerstress. Lasst uns doch mal langsamer werden! Wenn nicht auf jede Mail innerhalb weniger Minuten geantwortet wird, gilt man schon als klinisch tot. Wir müssen einfach mal Fünfe gerade sein lassen und die Geschwindigkeit verringern. Nicht noch mehr Projekte an uns reißen, sondern ein gutes Leben führen und es genießen. Schließlich sind wir ja alle nur Gäste auf diesem kleinen, runden Erdball!

Gibt es außerhalb der Bühne Ähnlichkeiten zu Atze?

Ich glaube, die Grenzen sind da fließend. Natürlich sind die Grundzüge des Charakters auch privat zu erkennen, aber da bin ich viel ruhiger. Wenn ich nicht auf der Bühne stehe, genieße ich meine freie Zeit und die Pausen, die ich dann habe. Privat kann ich dann auch einmal meinem liebsten Hobby nachgehen: lesen.

Mit „Alles Atze“ fing ja damals alles an. Hast du noch Kontakt zu den damaligen Kollegen?

Unsere erste Staffel haben wir ja 1999 gedreht, die letzte dann 2006. Das ist ganz schön lange her. Es war eine sehr intensive Zeit und wir haben viel zusammen erlebt, natürlich haben wir den Kontakt noch gehalten. Mit den Live-Shows und Fernsehsendungen, die ich so mache, hatte ich aber knapp 300 Termine im Jahr, da bleibt leider nicht immer so viel Zeit nebenher.

Was planst du für die nächsten Jahre?

Ich möchte auf jeden Fall kleiner werden. Das wird jetzt meine letzte Tour durch die großen Hallen sein. Ich will die einzelnen Live-Auftritte mehr genießen und vor kleinerem Publikum spielen. Es wird auch weniger TV-Auftritte von und mit mir geben. Am Fernsehen habe ich irgendwie im Laufe der Zeit die Lust verloren. Ich stehe sowieso viel lieber auf der Bühne.

Wo siehst du dich denn in 20 Jahren?

Höchstwahrscheinlich wird mein drittes Buch in der Zwischenzeit herausgekommen sein, dann gehe ich mit meinen Büchern unterm Arm auf Lese-Tour. Der Bühne werde ich aber weiterhin treu bleiben und blicke dann in hoffentlich viele bekannte Gesichter, die mit „Alles Atze“ aufgewachsen sind. Ich habe meinen absoluten Traumjob gefunden und im Moment fühlt sich alles ganz richtig an.

Mit Atze Schröder sprach Marie-Kristin Kielhorn