Atemberaubende Naturaufnahmen

Impression aus "Wildes Südafrika". (Foto: NDR Naturfilm)

Eckernförde. Die Initiatoren des internationalen Naturfilm-Festivals Green Screen haben auch Winter etwas ganz Besonderes für die Eckernförder und Fans von großartigen Natur-Aufnahmen vorbereitet: Die Winterfilmreihe, die im Kommunalen Kino „Das Haus“ gezeigt wird, bietet eine Vielzahl von spannenden Dokumentationen mit faszinierenden Bildern.

Am Freitag, 3. Februar, lockt der Film „Himmelvögel – Die Kraniche von Bhutan“ (D 2016 / 44 min / Regie Christian Herrmann, Udo A. Zimmermann), der eine mystische Geschichte erzählt: Manche glauben, dass die Seelen der Verstorbenen auf dem Rücken von Kranichen zum Himmel getragen werden – die Kraniche gelten als „Vögel des Glücks“. Hier im kleinen Königreich Bhutan nennt man sie Himmelsvögel. Auch Kinder wie Karma sind von diesen Heiligen Vögeln fasziniert. Der 12-jährige Junge Karma kennt all die Mythen und Geschichten.

Weiter geht’s am Freitag, 10. Februar, mit „Big Five Asien – Der Komodowaran“ (D 2016 / 44 min / Regie: Marcus Schmidbauer): Der Komodowaran ist die größte lebende Echse unserer Zeit. Der aktuelle Bestand wird auf nur noch etwa 2.400 Exemplare geschätzt. Wilderer aber töten die Hauptbeute des Warans: Timor-Hirsche und Wasserbüffel. Den Filmemachern sind einzigartige Aufnahmen gelungen, allerdings braucht man dazu starke Nerven.

Um die fernöstlichen Wälder Russlands dreht sich der Film „Big Five Asien – Der Amurtiger“ (D 2016 / 44 min / Regie: Henry M. Mix), der am Freitag, 17. Februar, gezeigt wird. Die Wäler werden geplündert, abgeholzt und exportiert. Die benachbarten Länder Japan, Südkoreaund natürlich China haben einen unstillbaren Holzhunger. Die unablässige Wilderei auf zentrale Beutetiere des Amurtigers, das sind Kragenbären, Sikahirsche und Wildschweine, bedroht die noch etwa 400 bis 500 wilden Amurtiger.

Am Freitag, 24. Februar, geht es um die Buschleute Namibias, die nachts seit Jahrtausenden Märchen vom Ursprung der Welt, der Rolle der Menschen, aber auch vom Zusammenleben und dem richtigen Umgang mit Tieren erzählen. Die Märchen wollen dabei nicht nur den Menschen helfen, sich mit ihrer Umwelt zurechtzufinden, sondern sie trösten und einfach am Lagerfeuer unterhalten „Tiermythen – Im Auge des Löwen“, D 2016 / 44 min / Regie: Angela Graas-Castor).

Und auch die weiteren Filme, die im März gezeigt werden, könnten unterschiedlicher nicht sein. In „Wildes Südafrika (1) – Kap der Extreme“ (D 2015 / 50 min / Regie: Thomas Behrend) dreht sich am Freitag, 3. März, alles um das wunderschöne Südafrika, wo zwei Weltmeere aufeinander treffen und Pinguine beinahe Nachbarn von Löwen sind; wo sich Wale und Delfine tummeln, aber auch Elefanten und riesige Nilkrokodile leben: Das ist Südafrika – ein Land, so bunt wie ein ganzer Kontinent. Wie kommt es zu solcher Vielfalt auf einem so begrenzten Raum?

Am Freitag, 10. März, folgt der zweite Teil des Films über Südafrika (Wildes Südafrika (2) – Zwischen Tropen und Savanne“, D 2015 / 50 min / Regie: Thomas Behrend und Heike Grebe). In diesem rückt die tropische Ostküste Südafrikas und die angrenzende Buschsavanne mit ihren tierischen Bewohnern in den Mittelpunkt. Richtung Osten verliert der kalte Benguelastrom immer mehr an Kraft, der tropische Agulhasstrom prägt nun die Küstenlinie – mit breiten Sandstränden, hohen Dünen und dichten Mangrovenwäldern.

Am Freitag, 17. März, zeigt das Eckernförder Kino den Dokumentarfilm „Wildes Deutschland – Der Chiemsee“ (D 2016 / 44 min / Regie: Jan Haft): Der Kreislauf der Natur reagiert empfindlich auf Störungen durch Menschen. Dabei wird Erstaunliches vorgestellt: Große Raubfische in Blumenwiesen schwimmend, spazierfreudige Zebramuscheln, blau leuchtende Pilzmückenlarven und der größte Wasserfloh der Welt gehören zu den Akteuren dieses etwas anderen Porträts.

In der darauffolgenden Woche steht die Müritz und die mecklenburgische Seenplatte im Mittelpunkt des Films „Wildes Deutschland – Die Müritz“ (D 2014-15 / 43 min/ Regie: Svenja Schieke und Ralph Schieke, am Freitag, 24. März). Etwa 2.000 Seen liegen inmitten einer Region, die zu den menschenleersten in Mitteleuropa zählt. Die Hälfte aller deutschen Kraniche brütet dort, der seltene Fischadler ist der Charaktervogel der Region und der quirlige Fischotter geht hier auf die Jagd nach Fischen.

Die Winterfilmreihe schließt am Freitag, 31. März, mit dem Film „Wildes Deutschland – Die Zugspitze“ (D 2013-2015 / 43 min / Regie: Jürgen Eichinger). Das Zugspitzmassiv ist der einzige Ort in Deutschland, der bis in die Region des ewigen Schnees und Eises hinaufreicht. Der Film ist eine faszinierende Reise vom Tal zum Gipfel, von der Fülle des Lebens bis in unwirtliche Höhen. Die Dokumentation folgt dem Lauf eines Wildbachs hinauf bis zur Quelle und zeigt, wie sich die Tier- und Pflanzenweltverändert.

Green Screen Festival Winterfilmreihe: bis Freitag, 31. März, jeweils 18.30 Uhr, Kommunales Kino „Das Haus“, Reeperbahn 28, Eckernförde. Eintritt frei. Das komplette Programm und weitere Informationen zur Filmreihe gibt es auch unter www.greenscreen-festival.de