Altkleider für den guten Zweck

Kiel. Alte Pullis, löchrige Hosen, aus der Mode gekommene Jacken und Mäntel – über 70 Tonnen Altkleider werden jährlich gespendet. Der Verkaufserlös kann sich sehen lassen.

Die Altkleider werden in Behältern auf den Grundstücken der fünf Kieler Wohnungsbaugenossenschaften WOGE Wohnungs-Genossenschaft Kiel, Baugenossenschaft Hansa, Baugenossenschaft Mittelholstein (BGM), Wankendorfer Baugenossenschaft und Wohnungsbaugenossenschaft Kiel-Ost gesammelt. Den Erlös aus dem Verkauf dieser Altkleider spenden die Genossenschaften seit sieben Jahren an Institutionen im gemeinnützigen und karitativen Bereich. In diesem Jahr wurden 16.000 Euro auf die Aktion „Mach Mittag“, das Projekt KLEE, den Verein Kieler Jugenderholung und die Deutsche Entwicklungshilfe für soziales Wohnungs- und Siedlungswesen (DESWOS) aufgeteilt.

Angelika Volquartz und Jan Murmann können ihre 4.000 Euro sehr gut für das Projekt „Mach Mittag“ gebrauchen. Hierbei wird für ca. 2.300 bedürftige Kieler Kinder der Eigenanteil von einem Euro für das tägliche warme Essen in der Schul-Mensa übernommen. „Die Kinder haben so nicht nur die Möglichkeit, eine warme Mahlzeit am Tag zu bekommen, sondern sitzen dabei auch mit anderen Kindern an einem gedeckten Tisch zusammen“, erklärt Angelika Volquartz.

Auch Manfred Wagner vom Verein Kieler Jugenderholung weiß schon genau, wofür er die 4.000 Euro ausgeben wird: „Wir brauchen dringend neue Spielgeräte für das Jugenddorf in Falckenstein. Vielleicht reicht das Geld ja für eine Nestschaukel.“ Seit den 60er Jahren ermöglicht der Verein Kieler Kindern aus sozial benachteiligten Familien die Teilnahme an Ferienfreizeiten im Jugenddorf Falckenstein.

Beim Projekt für Kinder lebensbedrohlich erkrankter Eltern (KLEE) wird das Geld voraussichtlich in den Kreativbereich fließen und für die Fort- und Weiterbildung der Ehrenamtlichen genutzt. „KLEE ist die Kinderabteilung der Hospizinitiative Kiel und wir haben in den vergangenen fünf Jahren etwa 100 Kindern und Familien in ihrer Trauer begleitet“, berichtet KLEE-Mitarbeiterin Patricia Schmolke.

Nicht in Kiel, sondern in Kapstadt wird der Anteil der DESWOS landen. Die Entwicklungshilfe-Organisation wird die 4.000 Euro für ein Projekt im Kapstadter Stadtviertel Mfuleni verwenden, wo davon Container gekauft und zu Küchen und Aufenthaltsräumen für die dortige Kinderbetreuung umgebaut werden. kae