Alles besser mit neuem Namen? Neuer Name – Neubeginn

Foto: hop. Die Mitarbeiter des Lütjenburger Jugendtreffs und der Jugendbeirat freuen sich auf die Wiedereröffnung am 2. März (v.li.): Heike Maaske, Jannik Schröder, Cassandra

Lütjenburg. „Jugendtreff Lütjenburg“ lautet der neue Name des ehemaligen Jugendaktionszentrums an der Kieler Straße. Seit 1. Januar führt die Stadt die Einrichtung in eigener Regie – der Namenswechsel soll für einen neuen Anfang stehen.

Weitere Namensvorschläge wie „Das Haus der coolen Kids“ oder „Chill-Lounge“ waren zwar witzig, wurden jedoch vom Jugendbeirat der Stadt Lütjenburg verworfen. Dieser hatte eine Umfrageaktion in drei örtlichen Schulen gestartet, um Ideen und Wünsche der Jugendlichen zu sammeln in Hinblick auf Öffnungszeiten, Ausstattung, eigene Mitarbeit und einen neuen Namen. Die über 400 Rückläufer favorisierten „Jugendtreff“.

Mit ihrer Eröffnung 2004 stand die Einrichtung unter Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt. „Aufgrund zu geringer Besucherzahlen waren wir in den letzten Jahren unzufrieden mit der Auslastung der Einrichtung, die in keinem Verhältnis zu den städtischen Zuschüssen von über 100.000 Euro pro Jahr lag“, sagt Bürgermeister Dirk Sohn. „Der Wunsch nach Verbesserungen brachte kein Ergebnis.“ Die Stadt kündigte den Vertrag mit der Awo zum Ende des vergangenen Jahres. Laut Kai Bellstedt, dem Vorsitzenden des Awo Kreisverbands Plön, wurde der Trägervertrag gekündigt, da die Stadt „mit Konzept und Öffnungszeiten nicht zufrieden war.“ Bellstedt: „Die Awo hat damals ein neues Konzept und einen Vorschlag für neue Öffnungszeiten gemacht. Dieses wurde von der Stadt leider nicht angenommen.“ Der Awo-Vorsitzende bedaure die Kündigung der Trägerschaft und würde sich freuen, wenn diese zu einem späteren Zeitpunkt erneut möglich wäre. „Wir sind nicht im Streit auseinandergegangen, sondern einvernehmlich“, betont Sohn. „Mit den über 100.000 Euro und in eigener Verantwortung, mit neuer Leitung und der Übernahme bewährter Mitarbeiter wollen wir gemeinsam mit den Jugendlichen ein neues Konzept entwickeln, den Jugendtreff aus seinem Dornröschenschlaf erwecken und mit Leben zu füllen.“

Direkt am Sportplatz gelegen, hinter dem Haus eine Skaterbahn bietet das Gebäude neben einer Werkstatt einen Kreativ- und einen Tanzraum, eine Küche, EDV-Angebote und einen großen offenen Bereich, in dem Sofas zum Chillen einladen. Zurzeit werden die Räumlichkeiten von der neuen Leiterin Daniela Sohr und ihrem Team renoviert. „Festivitäten und Arbeitsgemeinschaften wie beispielsweise eine Schlagzeug-AG sind in der Entwicklung“, sagt Sohr. Billard, Tischkicker, Flipper, eine X-Box und Dart bekommen ebenso einen Platz. Die Wiedereröffnung ist für Freitag, 2. März, geplant. hop